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Liebe ....... Ich habe vor gut zwei Wochen meinen Rücktritt vom Wettkampfsport gegeben. Vielleicht sind einige überrascht über diese Entscheidung, weil ich im Vorfeld kaum Andeutungen in diese Richtung gemacht habe. Das war ganz bewusst. Denn ich wollte diese Entscheidung für mich ganz alleine fällen und von niemandem, weder in die eine noch in die andere Richtung, beeinflusst werden. Ich habe es mir nicht einfach gemacht, denn dafür hat mir das Schwimmen in den letzten Jahren zuviel gegeben, als dass ich meine Karriere jetzt vorschnell und unüberlegt beenden könnte. Bereits seit etwa ein, zwei Jahren ist diese Entscheidung herangereift. Nach den olympischen Spielen 2004 in Athen verschob ich meine Prioritäten in Richtung Studium. Ich trainierte nur noch fünf bis sechs mal die Woche und merkte, wie meine Konkurrenzfähigkeit langsam aber stetig zurückging. Ich bin stets ins Becken gesprungen um zu gewinnen. Mit meinem reduzierten Trainingspensum wurde das aber immer schwieriger und mir war klar, dass ich schon sehr bald nur noch an internationalen Meisterschaften schwimmen kann um dabei zu sein und eben nicht mehr um zu gewinnen. Und das ist mir ganz einfach zu wenig. Dafür reicht meine Motivation nicht mehr aus. Ich bin mir sehr sicher, dass ich die für mich richtige Entscheidung getroffen habe, auch wenn Abschiede natürlich immer auch ein wenig traurig sind. Ich bin sehr dankbar für Alles was ich in den letzten 17 Jahren durch das Schwimmen erleben durfte. Es waren sehr viele schöne Momente, aber auch viele schwierige oder schlechte. Trotzdem möchte ich keinen einzigen missen. Ich habe immer versucht, aus den Erfahrungen die ich im Schwimmen gemacht habe zu lernen, daran zu wachsen und hoffe, dass ich davon auch in Zukunft profitieren kann. An dieser Stelle möchte ich aber vor allem allen Menschen danken, die mich während dieser 17 Jahren in irgendeiner Form unterstützt oder begleitet haben. In erster Linie natürlich meinen Eltern, ohne die ich nie so weit gekommen wäre! Aber auch meinen beiden Clubs, Widnau und Uster-Wallisellen, verdanke ich viel. Aber was wäre ein Athlet ohne Trainer? Nicht viel. Vielen Dank Gerard und Stefan! Ein Dankeschön haben aber auch all meine Trainingsgschpänli verdient, die sich in einigen Trainings mein Gejammer anhören mussten. Es gibt noch viele andere, die mir auf meinem Weg zur Seite standen, mir halfen oder mich begleiteten. Jene die ich meine werden es bestimmt wissen, vielen Dank auch an Euch! Jetzt bin ich bereit für einen neuen Lebensabschnitt. Ich bin gespannt, was die Zukunft für mich bereit hält, und wenn meine nächsten 17 Jahre nur ähnlich erfolgreich werden wie die letzten, dann bin ich schon sehr zufrieden!Remo Lütolf
Autogrammwünsche...
Ist sie nicht schön meine neue Autogrammkarte? Wenn ihr eine haben wollt schickt mir einfach eine kurze Nachricht mit einem ausreichend frankierten und adressiertem Rückantwortkuvert an folgende Adresse: Remo Lütolf
Kontaktaufnahme?remol <at> gmx <dot> net |